6 h Assen


Bei der Anreise waren die Rahmenbedingungen sehr gut. Die Sonne brannte, es war gutes Wetter vorhergesagt und Jann war dort bereits einmal sowie Lutz dreimal gefahren.
Nur Harry den Ersatzfahrer, der mehr als ein Ersatz ist, kannte die Strecke nicht.
Aber im Vorfeld hatte Harry sich mit seiner akribischen Art mit Videomaterial und Streckenbeschreibung von Lutz bereits intensiv vorbereitet.

Dann bei der Einfahrt ins Fahrerlager direkt ein Problem: Janns Hund konnte nicht ins Fahrerlager. Fortan hatten wir 2 Standorte. Eins wie üblich in der Box des Fahrerlagers und einen vor der Einfahrt am Welcome Center. Sehr ärgerlich! Toll das Tanja sich um den Hund gekümmert hat.

Nachmittags ging es leider ohne vorheriges freies Training zum 45- minütigen Zeittraining. Hier war es Pflicht Harry so viel Fahrzeit wie möglich zu geben und Lutz hatte drei gezeitete Runden um eine gute Startposition zu erzielen. So ging Lutz zuerst raus. Dadurch das am Anfang viele auf der Strecke waren die den Kurs nicht kannten, war das nicht so einfach und im Verkehr konnte nur eine 1.55 erreicht werden. Durch die Entschärfung der Gegengeraden mit einer Schikane ist die Zeit mit denen vergangener Jahre nicht vergleichbar. An dieser Stelle dürfte man ca. 3 bis 4 Sekunden verlieren, da es sich sonst um die schnellste Passage auf der Strecke handelt und besagte Schikane im dritten Gang gefahren wird.
Danach ging Harry raus um sich auf den Kurs einzugewöhnen. Er hatte gut 20 Minuten und die Zeiten purzelten von 2.10 bis auf 2.01 Minuten. Eine sehr gute Leistung, wenngleich er direkt sagte in echt ist es doch anders wie auf den Videomaterial.
Streckenneuling Michael Kluge vom Team MCA 2 kam nur auf 2.05 Minuten runter.
Als letztes ging Jan raus. Sein Ziel war es aber mehr neue Teile zu probieren (z. B. einen tollen 24 Liter Tank) als eine schnelle Zeit zu fahren. So vielen wir von anfangs Rang 12 auf den Rang 35 ab und standen sogar erstmalig einen Platz hinter unseren ständigen Boxenfreunden vom Team BMW Endurance 9.
Der schnellste Fahrer des Teams Sven Heimer war offensichtlich sehr angriffslustig und hatte richtig Spaß auf der Strecke.

Nach einem gemeinsamen DLC Fotoshoting ging es zur Streckenbesichtigung mit Harry um die markanten Stellen genauer unter die Lupe zu nehmen. Es wurde auf der Strecke ganz genau hingeschaut und diskutiert. Schließlich konnten wir in Abwesenheit unsere fahrenden Teamchefs Peter Weiss kein Resultat im hinteren Mittelfeld einfahren.
Der abends wurde mit Getränken und Grillen am Welcome Center beschlossen und frühzeitig die Nachtruhe eingeläutet.

Am Sonntag war bestes Wetter (ca. 28 Grad) und der Start verzögerte sich um ca. 25 Minuten.
Lutz startete und kam ordentlich weg. Jedoch hatte er eine große Gruppe vor sich in der einige langsamer Fahrer waren. Und von hinten kamen richtig schnelle die den Start nicht so gut hinbekommen hatten. Lutz orientierte sich einige Runden und viel etwas (ca. auf die Startposition 35) zurück. Doch dann fand er den Rhythmus und kämpfte sich auf Position 26 vor.
Jann übernahm mit großem Tank den zweiten Turn und er fuhr konstant gute Zeiten. Er schaffte es dank des großen Tanks eine trotz der großen Hitze eine ganze Stunde draußen zu bleiben. Das spülte uns etwa auf Position 20 vor. Harry übernahm! und während Jann sich erholte hielt Lutz das Live Timing des Rennens im Auge um die Entwicklung der Rundenzeiten zu beobachten. Harry lieferte sein Meisterstück ab. Er wurde immer schneller und das Beste er hörte gar nicht auf damit. Bei seinem ersten Turn auf dieser Strecke stand bis dahin die Tagesbestzeit „1.52.8“ unseres Teams und P 17 auf dem Konto.

Ein unglaublicher Ritt, „Wahnsinn“, „Unbeschreiblich“, “Grandios“
Von dieser Leistung war Lutz nicht nur beeindruckt sondern auch angestachelt. Es folgte ein Zwischensprint über ca. 20 Runden, da der Tankinhalt für die Restfahrzeit nicht gereicht hätte. Lutz fand direkt einen hohen Rhythmus mit etlichen 1.52 und 1.53 Runden und holte sich die Tagesbestzeit mit „1.52.2 zurück. Der Lohn Übergabe auf Position 14 an Jann der nur noch 9 Runden fahren musste.
Leider kam Jann vor einem langsamen Pulk auf die Strecke und wurde aufgehalten. Außerdem fiel zeitweise die Elektronik aus und er befürchtete schon liegen zu bleiben. Die Auslaufrunde gelang nur mit dreimaligem neuen Motorstart.
So stand am Ende ein sehr guter und mehr als versöhnlicher 17 Gesamtrang und 7 Rang in Klasse 1 zu Buche.
Schließlich waren ein äußerst starkes und 52 zählendes Starterfeld aufgelaufen.

Da wir alle nach Hause wollten haben wir danach direkt eingepackt. Dadurch jedoch die Siegerehrung verschlafen (bei der wir für Rang 7 wegen der hohen Starterzahl) bei der wir auch aktiv auf dem Podest hätten teilnehmen können. Sehr ärgerlich das Siegespodest in Assen mag uns nicht, oder wir sind einfach zu doof es einfach zu erklimmen.

Danach folgte eine zwar lange aber zufriedene Heimfahrt für alle. Wie bei jedem Teamtreffen auf und abseits der Strecke war es wie immer eine tolle und runde Sache.
Auf zur nächsten tollen Moto GP Stecke nach Assen.

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